Heimpflege in Corona-Zeiten

Rückblick, 18.3.2020: Am österreichisch-ungarischen Grenzübergang Nickelsdorf steht eine 45 Kilometer lange Fahrzeugkolonne, nach dem die ungarische Regierung die Grenzen geschlossen hat. Viele im Stau arbeiten als Heimpflegerinnen in Österreich und wollen nach zwei Wochen 24 Stundenpflege turnusmäßig zurück zu ihren Familien in Rumänien. Am Tag zuvor hat schon die Slowakei die Grenzen geschlossen und lässt nur eigene Staatsbürger zurück. Ohne die 60.000 HeimpflegerInnen, vor allem aus Rumänien und der Slowakei, aber auch aus Serbien und Bulgarien, die die 24 Stunden Pflege in Österreich aufrechterhalten, würde das System bald zusammenbrechen, warnen die betroffenen Organisationen und Behörden.
Noch vor wenigen Monaten wurde in Österreich damit Wahlkampf gemacht, diesen Menschen die Sozialleistungen zu kürzen. Nun erwägt Österreich besondere Prämien für die Pflegerinnen um den Kollaps insbesondere der Altenpflege im Land verhindern zu können.

Die EU Kommission veröffentlicht Leitlinien für Fluggastrechte bei Stornierungen.

Die Zahl der Corona-Toten in Italien ist vor drei Tagen schon auf über 1800 gestiegen. Die Regierungen der norditalienischen Regionen warnen vor Engpässen. Es gibt nicht genug Intensivbetten, Beatmungsgeräte, Schutzkleidung. In Kärnten gibt es zur gleichen Zeit 4 Corona-Fälle und 155 Intensivbetten.

Das britische Gesundheitssystem NHS ist auf die Corona-Pandemie noch schlechter vorbereitet: Großbritannien hat nach zahlreichen Sparprogrammen der vergangenen Jahre nur noch 6,6 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner (Im Vergleich Österreich: zuletzt etwa 23).

Donald Trump hat in einem Presse-Briefing erklärt: „Ich habe immer gewusst, dass das eine Pandemie ist. Ich hatte das Gefühl, dass es eine Pandemie ist, lange bevor es als Pandemie bezeichnet wurde.“

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